Kopfschmerz  (lateinsich „Cephalea“)

Obwohl sie sportlich sind, kommen sie seit einiger Zeit kaum mehr zum trainieren. Früher war das anders, da waren die Arbeitszeiten flexibler einzuteilen oder vielleicht hatten sie auch noch keine Kinder. Der Computer jedenfalls stand noch nicht so im Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit.
Gerade weil dies bisher für Sie noch nie ein Problem war, verspüren Sie seit einiger Zeit, nach längerer Schreibtisch/Computerarbeit, Spannungsgefühle im Nacken, die wenn sie hartnäckig sind, als meist einseitiger Kopfschmerz sogar bis zur Stirne ausstrahlen können. Zum Glück verschwinden die Probleme meist wieder über Nacht.
Seit ein paar Tagen aber sind die Spannungsgefühle so heftig, dass Sie sogar morgens mit Kopfschmerzen aufwachen. Die Konzentration und Energie hat dadurch stark nachgelassen. Beim Besuch Ihres Vertrauensarztes deutet dieser ein migräneartiges Leiden an, dass zunächst mit Tabletten behandelt werden soll. Man wird dann ja weitersehen. Zur Abklärung werden Sie auch zum Halswirbelsäulenröntgen geschickt, das aber bis auf eine Streckhaltung „wirklich recht schön“ ist – altersgemäß so zu sagen. Es vergehen die Wochen, in denen manchmal nichts zu spüren ist, dann wieder lässt der Schmerz ein bis zwei Tage nicht locker und langsam schlagen sich auch die Tabletten auf den Magen. Eine unangenehme Nebenwirkung stellen Sie fest, aber richtig geholfen haben sie noch nicht.

Enthaftungserklärung:
Die nachfolgende Antwort wurde nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend den in der Frage gemachten Angaben beantwortet. Da keine umfassende Untersuchung gemacht werden konnte, kann die Antwort NICHT als Ersatz für einen Besuch bei Ihrem Facharzt gelten.
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Antwort:
Langjährige Fehlhaltung und die Alterung der Wirbelsäule bedingen zusammen mit mangelnder Bewegung und Ausgleich eine Rückbildung der Muskulatur und Fehlhaltung der Halswirbelsäule. Die andauernde Muskelanstrengung zum Tragen des fehlgehaltenen Kopfes und die Überlastung der kleinen Wirbelgelenke lassen die Spannung der Nacken und Halsmuskulatur so stark ansteigen, dass Spannungskopfschmerz entstehen kann. Diese Muskelverspannung leitet sich auch in benachbarte Muskelgruppen weiter und kann somit bei ausreichender Stärke die gesamte Kopfmuskulatur erfassen (Stirn und Schläfenschmerz).

Die intensive Abklärung durch einen manualtherapeutisch (=chiropraktisch) geschulten Arzt sollte zunächst alle Störstellen aufsuchen, die selben dann chirotherapeutisch behandeln und schließlich mittels angeschlossener muskelkräftigender Therapie (Rekonditionierung oder Heilgymnastik) in eine alltagstaugliche Normalhaltung mit funktionierendem Muskelsystem überführen. Dies bedarf der eifrigen Mitarbeit des Patienten, ist aber der einzige zielführende Weg, Spannungskopfschmerzen zu heilen.

Nur die eingehende (fach)ärztliche Abklärung kann zu einer richtigen Diagnose führen und so dem Patienten den richtigen Weg zur weiteren Betreuung (Physiotherapie) ebnen.