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Meniskus
Seitdem
sich Herr S. (31 Jahre) vor 2 Monaten nach dem Montieren seiner neuen
Sesselleisten nach mehreren Stunden aus der Hocke aufgerichtet hatte,
spürte er ein leichtes Stechen im inneren Kniegelenksbereich rechts.
Eine Woche später hatte er nur mehr einen Druckschmerz an der Innenseite,
welcher später fast verschwand. Das Gehen und Sitzen war völlig
problemlos.
Vor 2 Wochen jedoch, nach einer längeren Radtour, legte er sich
mit einem Geschwollenheitsgefühl und neuerlichen Schmerzen an der
Innenseite des Knies abends ins Bett. In der Früh war die Schwellung
stärker und das Abbiegen oder gar in die Hocke gehen nur unter
größten Schmerzen möglich.
Sein Hausarzt riet ihm einen Orthopäden aufzusuchen und verschrieb
schmerzstillende Tabletten und Topfenumschläge.
Enthaftungserklärung:
Die nachfolgende Antwort wurde nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend
den in der Frage gemachten Angaben beantwortet. Da keine umfassende
Untersuchung gemacht werden konnte, kann die Antwort NICHT als Ersatz
für einen Besuch bei Ihrem Facharzt gelten.
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sowie mittelbare Schäden und immaterielle Unbill, die aus der Befolgung
der Ratschläge entstehen, ab. Falls Sie Schmerzen oder Beschwerden
haben, kontaktieren Sie in jedem Fall den/die Facharzt/Ärztin Ihres
Vertrauens. Ebenso kann keine Verantwortung für die Inhalte von
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Antwort:
Da bei den geschilderten Beschwerden eine Unfallverletzung und Vorerkrankungen
des Kniegelenks ausgeschlossen wurde und Herr S. erst 31 Jahre alt ist,
muss an eine Meniskusverletzung gedacht werden.
Die
Menisken sind starke halbkreisförmige Faserringe, die auf dem Unterschenkelkopf
aufliegen und als Führungshilfe für die Bewegung der Oberschenkelrolle
dienen.
Durch die altersbedingte Abnützung kombiniert mit einer kurzfristigen,
falschen Maximalbelastung (in diesem Fall langes Hocken) kann ein Meniskus
einreißen und /oder sich einklemmen. Eine Entzündungsreaktion
mit Bildung von vermehrter Gelenksflüssigkeit (=Erguss) und lokaler
Schmerzhaftigkeit bis hin zu kompletter Bewegungsunfähigkeit ist
die Folge. War der Riss klein oder hat sich der eingeklemmte Teil wieder
befreit, sind lange (bis Jahrzehnte) fast beschwerdefreie Intervalle
möglich.
Da aber durch beschädigte Teile die glatte Knorpeloberfläche
des Kniegelenks gequetscht und vermehrt abgerieben wird, und dies meist
im Alter zu einer frühen irreparablen Schädigung (Arthrose)
führt, ist die umfassende Abklärung (fachgerechte Untersuchung,
Röntgen und Magnetresonanztomographie) durch den Facharzt dringend
zu empfehlen.
Die
operative Therapie der Wahl ist die Gelenksspiegelung (Arthroskopie).
Bei dieser Operation wird der geschädigte Meniscusteil unter optischer
Kontrolle durch eine in das Gelenk eingeführte Minikamera mit Mikrozangen
entfernt und der verbliebene gesunde Teil geglättet. Diese Operationsmethode
gestattet es außerdem eine optische Bestimmung des Gelenkszustandes
durchzuführen. Der Operateur kann sowohl Knorpelzustand als auch
Kreuz.-und Seitenbänder kontrollieren und somit eine realistische
Prognose für das weitere "Leben" des Gelenks geben.
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