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Knorpelschaden
(Chondropathie)
Seit
einer mehrstündigen Wanderung mit langem Bergabgehen, gibt Fr.
K. (25 Jahre) ziehende Schmerzen im Sitzen, bei längerem Gehen
und Stiegen steigen im mittleren vorderen Kniegelenksbereich rechts
an. Sie erinnert sich nur an eine einzige Situation, in der sie während
der letzten Monate Knieschmerzen hatte, es war ein Nachmittag an dem
sie mit ihren kleinen Neffen stundenlang auf dem Teppich spielte. Danach
konnte sie für ein paar Minuten das Bein fast nicht durchstrecken.
Aber später war alles wieder wie immer.
Derzeit hat sie beim Beugen öfter das Gefühl, etwas reibt
im Gelenk. Genau lokalisieren kann sie den Hauptschmerzpunkt nicht.
In Ruhe bessert sich die Situation meistens, aber da das Radfahren und
Bergwandern ihre Lieblingssportarten sind, und Frau K. jede freie Stunde
dazu nützen will, möchte sie die Situation abklären.
Enthaftungserklärung
Die nachfolgende Antwort wurde nach bestem Wissen und Gewissen entsprechend
den in der Frage gemachten Angaben beantwortet. Da keine umfassende
Untersuchung gemacht werden konnte, kann die Antwort NICHT als Ersatz
für einen Besuch bei Ihrem Facharzt gelten.
www.drkoestler.at lehnt deshalb jegliche Haftung für unmittelbare
sowie mittelbare Schäden und immaterielle Unbill, die aus der Befolgung
der Ratschläge entstehen, ab. Falls Sie Schmerzen oder Beschwerden
haben, kontaktieren Sie in jedem Fall den/die Facharzt/Ärztin Ihres
Vertrauens. Ebenso kann keine Verantwortung für die Inhalte von
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verwiesen werden.
Antwort:
Die Symptome von Frau K. deuten auf ein Problem der knorpeligen Laufflächen
des Kniegelenkes hin. Bereits ab dem Jugendalter kann es bedingt durch
- Knorpelernährungsstörungen
- kurzfristige große Belastungen - Überlastungen
- Vorschäden (oft Jahre nach Unfällen mit Kniegelenksbeteiligung
oder Kniegelenksoperationen)
zu
Knorpeldefekten kommen. Diese reichen von oberflächlichen Rissbildungen
und Rauhigkeiten bis zu schuppenförmig abgehobenen Knorpelarealen
mit Freilegung des darunter befindlichen Knochens. Diese kranken Gleitflächenbezirke
liegen meist in der Zone der Hauptbelastung - unter der Kniescheibe
und dazu korrespondierend an der Knorpelrolle des Oberschenkels. Dadurch
reiben sich bei alltäglichen Bewegung des Kniegelenkes kranke Oberflächen
aneinander und bewirken einen dauerhaften Reizzustand.
Abhilfe kann in diesen Fällen nur nach der Abklärung des Abnützungsgrades
geschaffen werden.
Die Therapiepalette reicht von Schonungsverordnung (Vermeidung von Stiegen
und schiefen Ebenen) über Verabreichung von Gleitstoffen, welche
wöchentlich ein Mal in das Gelenk eingespritzt werden können,
oder heilgymnastischem
Aufbau der Beinmuskulatur bis hin zur Empfehlung einer Gelenksspiegelung.
Erst
nach der Feststellung tatsächlicher Abnützungen und dem Gelenkszustand
durch den Facharzt sollte eine spezifische Beratung über weitere
Maßnahmen in Anspruch genommen werden.
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