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Die Gelenksersatzoperation
des Hüftgelenks
Totalendoprothese (TEP)
Wenn
der Verschleiß der Gelenksoberflächen (Coxarthrose) bereits so weit
fortgeschritten ist, dass trotz aller konservativer Maßnahmen keine
anhaltende Besserung zu erzielen ist, also eine gelenkerhaltende Therapie
nicht mehr möglich ist, oder im Falle eines Oberschenkelhalsbruches
bei älteren Patienten, kann das betroffene Gelenk durch einen Totalersatz
wieder funktionsfähig und in den meisten Fällen schmerzfrei gemacht
werden. Das künstliche Hüftgelenk besteht aus 3 Komponenten:
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Pfanne
* Schaft
* Kopf
Die Operation:
Die Operation kann in Lokal (=Kreuzstich)-anästhesie oder Vollnarkose
durchgeführt werden. Die zementfreie Titanprothese (Typ"Zweymüller"),
die ich verwende, entspricht den neuesten und modernsten medizinisch
technologischen Erkenntnissen. Die Pfanne ist aus reinem Titan wird
mit ihrem selbstschneidendem Gewinde zementfrei im Beckenknochen verankert.
Der Pfanneneinsatz ist aus gehärtetem Polyäthylen. Der Prothesenkugelkopf
aus Keramik wird auf den Prothesenschaft aufgesetzt und gleitet passgenau
in der neuen Gelenkspfanne. Der Schaft ist aus hochwertiger Titanlegierung
und wird ebenfalls ohne Hilfe von Klebemitteln zementfrei und passgenau
im Oberschenkelknochen durch Pressfit verankert. Durch die poröse Schaft
und Pfannenoberfläche (1000-tel Millimeter kleine Poren) wachsen bereits
3 Wochen nach der Implantation Knochenzellen in diese Öffnungen ein
und festigen somit die Prothesenteile im Knochengewebe ohne eingeklebt
oder zementiert werden zu müssen.. Die Kunstgelenke ermöglichen heute
eine perfekte Gelenksfunktion bei weitgehender Beschwerdefreiheit bis
hin zur völligen Schmerzlosigkeit.
Die
Rehabilitation:
Nach
Kunstgelenksimplantationen erfolgen im Bett ab dem ersten nachoperativen
Tag Kreislauf und Atemübungen, das operierte Bein darf und soll ab dem
ersten Tag nach der Operation voll belastet werden. Unter Aufsicht versierter
Physiotherapeuten werden Sie mit Stützkrückenhilfe (Balance) intensive
krankengymnastische Übungen durchführen. Unter anderem Muskeltraining,
Gehübungen, Gymnastik und Treppensteigen. Die Dauer der Krankenhausbehandlung
richtet sich, vor allen Dingen beim älteren Patienten, nach der allgemeinen
körperlichen Verfassung und beträgt im Schnitt 12 Tage. In jedem Fall
der operativen Arthrosebehandlung ist ein Grossteil des nachoperativen
Erfolges von der konsequenten selbst durchgeführten Gymnastik des Patienten
abhängig. Diese wird für mindestens 8 Wochen intensiv, später regelmäßig
durchgeführt. Nach dem Spitals- und kurzem Aufenthalt daheim ist eine
Anschlußrehabilitation in einem Kurzentrum möglich.
Risiken
und Haltbarkeit:
Neben den für Operationen üblichen Risiken wie Infektion durch Bakterien
und Blut-gerinnsel Bildung in den Adern [Thrombose] ist bei der Endoprothetik
das Problem der Lockerung allgegenwärtig. Es gibt definitiv keinen Gelenksersatz,
bei dem dieses Risiko ausgeschlossen wäre. Bei den derzeitigen Standards
der Titanendoprothesenchirurgie kann im Idealfall eine Haltbarkeit von
15 Jahren und mehr erwartet werden. Austauschoperationen bei Prothesen-lockerung
sind im Allgemeinen mit durchaus guten Erfolgschancen möglich.

Hüftendoprothese
(Schaft)
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